Fressen des Kadavers

Fressen des Kadavers

Fressen des Kadavers

Bild: rennmaus.de 

Auch zum Leben einer Rennmaus gehört irgendwann unweigerlich der Tod. Ihren natürlichen Verhalten folgend, kann es zum Auffressen des Kadavers durch andere Gruppenmitglieder kommen.

Wenn eine Rennaus verstorben ist und es nicht früh genug vom Halter bemerkt wird, kann es passieren, dass hinterbliebene Rennmäuse beginnen, den Kadaver durch Auffressen zu beseitigen.

Das ist keineswegs eine Verhaltensstörung, sondern in freier Natur lebensnotwendig, ein verstorbenes Tier zu verlassen oder zu beseitigen, um die hinterbliebenen Tiere zu schützen: 

Ein solcher Kadaver würde schnell Fressfeinde anziehen und das Leben der anderen Rennmäuse in große Gefahr bringen. 

Da unsere Heimtiere nicht wissen können, dass ihr verstorbener Artgenosse bald entfernt wird und keine Gefahr vor eventuellen Feinden besteht, beginnen sie selbst mit der Beseitigung und gehen somit lediglich ihrem Instinkt nach. 

In keinem Fall bedeutet dieses Verhalten, dass die Rennmaus deswegen nun auch lebende Artgenossen angreifen und töten könnte. 

Stirbt eine Rennmaus innerhalb einer Gruppe, ist es zum Schutz der hinterbliebenen Gruppenmitglieder sinnvoll, die Ursache des Todes festzustellen. 

Sollte ein Tier aus ungeklärter Ursache versterben:

  • sollte eine Kotprobe zur Untersuchung auf Parasiten (Würmer etc.) beim Tierarzt abgegeben werden
  • sollten die noch lebenden Gruppenmitglieder gut beobachtet werden, um eventuelle Auffälligkeiten auch an ihnen zu bemerken
  • sollte erst neu vergesellschaftet werden, wenn die Ursache des Todes bekannt ist und keine Gefahr für die hinterbliebenen Tiere besteht

Ist eine tierärztliche Untersuchung einer Kotprobe ohne Befund, kann das hinterbliebene Tier unverzüglich mit einem neuen Partner vergesellschaftet werden.

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