Gemeinschaft

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Bild: rennmaus.de 

Verändert sich durch das Altwerden die Gruppenstruktur? Ist mit vermehrten Rangordnungskämpfen zu rechnen? Die Rennmausgemeinschaft im Alter von A bis Z.

In Rennmaus-Sippen ist es normal, dass ranghöheren Tieren bei Krankheit oder im Alter ihre Position innerhalb der Gruppe streitig gemacht wird. Das Risiko besteht vor allem bei Gruppen, die aus mehr als zwei Tieren bestehen.

In der Natur können sich nur die kräftigsten und gesündesten Tiere behaupten und fortpflanzen. So wird der gesunde Fortbestand der Tierart gewährleistet. Wenn es in der Gruppe vorkommt, dass die jüngeren bzw. kräftigeren Rennmäuse eine ältere angreifen, ist das keine Grausamkeit, sondern eine natürliche Verhaltensweise, auch wenn dieses Verhalten aus menschlicher Sicht sehr befremdlich erscheint. 
 
Besonders bei kränklichen Tieren kann die Rangfolge schnell neu geklärt sein, wenn sich der Patient mit dem niederen Rang abfindet. Ein weiteres Zusammenleben der Gruppe ist dann möglich, muss aber weiterhin im Auge behalten werden. Wenn die Rangordnungskämpfe in wilden Beißereien oder langen Jagden enden, muss das kranke Tier jedoch separiert werden, da es sonst an den zwangsläufig entstehenden Verletzungen oder dem Dauerstress sterben kann.

Der Halter muss im Einzelfall abwägen, ob es sinnvoll ist und die Anzahl der Gruppenmitglieder es ermöglichen, das kranke Tier mit einem weiteren friedlichen aus der Gruppe zu isolieren und als eine weitere Gruppe zu halten. Es versteht sich von selbst, dass auch ein altes Tier keineswegs alleine gehalten werden darf. 

Wenn als Partner kein Gruppenmitglied in Frage kommt, ist die Vergesellschaftung mit einem fremden Tier notwendig. Ob diese mit einer jungen oder ausgewachsenen Rennmaus versucht wird, sollte vom  Gesundheitszustand und Charakter der alten Maus abhängig gemacht werden. 

Eine Vergesellschaftung bedeutet in jedem Fall Stress, der aber nicht vermeidbar ist, wenn die Rennmaus nicht mit einem Gefährten zusammen gehalten werden kann, den sie bereits kennt. Ein junger Vergesellschaftungspartner kann für die alte Maus ebenfalls auf Dauer Stress bedeuten, oder aber sie zu mehr Bewegung motivieren. Der Vorteil der Zusammenführung mit einer adulten Rennmaus besteht darin, dass sich das Temperament der Tiere eher ähnelt. Dafür unterliegt eine solche Vergesellschaftung einem größeren Risiko und kann ein paar Tage länger dauern. 
Auch hierfür gibt es leider kein Patentrezept. Es obliegt dem Halter, im Sinne der Rennmaus zu entscheiden. 

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