Ungeeignete Methoden
Manche Vergesellschaftungsmethoden werden immer wieder in der Hoffnung angewendet, Rennmäuse möglichst schnell und unkompliziert zusammensetzen zu können. Viele dieser Methoden sind nicht vertretbar, weil sie die Tiere unter enormen Stress stellen, ihre natürlichen Sinneswahrnehmung negativ beeinflussen und somit nach kurzer Zeit sehr gefährlich werden können.
Ob Duftstoffe, viel zu enge Dauerbehausungen oder der Einsatz angst- und stresserzeugender "Hilfemittel": Eine Vergesellschaftung sollte niemals durch die Wahl ungeeigneter Methoden erzwungen werden.
Manche Vergesellschaftungsmethoden werden immer wieder in der Hoffnung angewendet, Rennmäuse möglichst schnell und unkompliziert zusammensetzen zu können. Viele dieser Methoden sind nicht vertretbar, weil sie die Tiere unter enormen Stress stellen, ihre natürlichen Sinneswahrnehmung negativ beeinflussen und somit nach kurzer Zeit sehr gefährlich werden können.
Werden Vergesellschaftungen auf nicht tiergerechte Art durchgeführt, sind in vielen Fällen Komplikationen zu erwarten. Diese reichen von kleinen bis hin zu sehr heftigen Angriffen, die nicht selten Beißereien zur Folge haben. Die Rangordnungsklärung wird bei den genannten zweifelhaften Methoden durch eine Unterdrückung des normalen Sozialverhaltens nur zeitlich verschoben. Den Tieren wird beispielsweise in der Panikbox aufgrund des viel zu kleinen Platzangebotes keine Möglichkeit gegeben wird, die Rangordnung innerhalb der neu zu bildenden Gruppe auszuhandeln.
Vergesellschaftungen lösen grundsätzlich Stress aus, dabei ist es nicht von Bedeutung, welche Methode angewendet wird. Der entstehende Stress sollte so gering wie möglich gehalten werden.
Vergesellschaftung mit Duftstoffen
Ob Anisöl, Maggi, Parfüm oder sonstige duftende Flüssigkeiten, sie führen bei Rennmäusen zu Geruchsverwirrung. Als Erfolg wird versprochen, dass die Tiere den anderen nicht als Feind ansehen, da die künstlich erzeugte Duftangleichung den Eigengeruch übertönt. Dies mag im ersten Moment funktionieren, spätestens aber nach dem Verfliegen dieser Geruchsstoffe wird es ernst. Den Tieren wird dann bewusst, dass sie ihr Gegenüber nicht kennen und werden sich mit ungewissem Ausgang bekämpfen.
Auch haben Duftstoffe einen nicht zu unterschätzenden Nebeneffekt. Sie werden von den Rennmäusen eingeatmet und bei der Fellpflege oral aufgenommen. Vergiftungen sind oft die Folge von Vergesellschaftungsversuchen mit Duftstoffen.
Vergesellschaftung in der Panikbox
Die Panikbox ist nicht zu verwechseln mit der Kleinraummethode. Die Kleinraummethode eignet sich nicht als alleinige Vergesellschaftungsmethode, sondern nur als Ergänzung zur Trenngittermethode nach einem erfolgreichen Direktkontakt. Der Kleinraum sollte zirka 40x30cm aufweisen, während die so genannte Panikbox den Rennmäusen kaum Bewegung erlaubt. Auch werden die typischen und für eine erfolgreiche Vergesellschaftung wichtigen Verhaltensweisen in der Panikbox nicht möglich sein.
Vergesellschaftung durch Stresserzeugung
Manche Halter sind der Meinung, Rennmäuse können bei der Aussetzung von großem Stress problemlos aneinander gewöhnt werden. Abenteuerliche Methoden, beispielsweise der Einsatz von laufenden Waschmaschinen, auf die eine kleine Transportbox gestellt wird, sind leider weit verbreitet. Aufgrund der extrem hohen Stresserzeugung sind solche Methoden nicht empfehlenswert.
Wichtig: Diese Methoden sind unnötig und setzen die Tiere enormem Stress aus. Rennmäuse, die charakterlich zueinander passen, werden per Trenngitter und unter Einhaltung einiger Regeln problemlos miteinander vergesellschaftet werden können.
Vergesellschaftungen, die einen zeitlichen Rahmen überschreiten
Eine Vergesellschaftung per Trenngitter sollte innerhalb eines gewissen Zeitrahmens erfolgreich beendet sein. Platz- und Einrichtungszugaben werden hier nicht berücksichtigt. Dieser Zeitrahmen richtet sich nach Alter, Charakter, Sozialisierung und der allgmeinen Vorgeschichte der zu vergesellschaftenden Tiere. Eine genaue Zeitangabe ist daher nicht möglich.
Allerdings sollten kleine Erfolge bei einer länger dauernden Vergesellschaftung deutlich erkennbar sein. Bleiben Erfolge aus und eine Vergesellschaftung scheint nicht vorwärts zu gehen, deutet dies auf die Bildung von Zweckgemeinschaften hin, die langfristig nicht stabil bleiben werden. Eine solche Vergesellschaftung sollte daher beendet und als gescheitert angesehen werden.
Das rennmaus.de Forum steht für Fragen und Begleitung bei einer Vergesellschaftung stets zur Verfügung.




