Lungenentzündung

Lungenentzündung

Lungenentzündung

Bild: kathrin87maus 

Kann die Rennmaus auch Husten und die Grippe bekommen? Und wenn ja, was ist dann zu tun? Die Krankheiten, die eine Rennmaus bekommen kann, werden hier genauer erläutert. Ein Gang zum Tierarzt kann jedoch nicht ersetzt werden.

Eine Lungenentzündung wird durch verschiedene Bakterien oder Viren ausgelöst. Auch gesunde Tiere tragen die Erreger der Krankheit in sich. Zum Ausbruch kommt es nur bei einem geschwächten Immunsystem, beispielsweise einer vorangegangen Erkältung.

  • Verhaltensänderung
  • ungewöhnlich viel Schlaf
  • Schlafplätze in kühleren Bereichen:
    Aufgrund von Fieberschüben sucht sich die Rennmaus kühle Schlafplätze. Beispiele: außerhalb des Nestes, im Sandbad
  • Trägheit
  • sehr schnelle Atmung / Klickgeräusche beim Atmen
  • gekrümmter Rücken
  • eingefallene Flanken
  • Schwellungen am Kopf
  • Ausfluss aus Nase und/oder Augen
  • blaue Nase
  • Nahrungsverweigerung
  • Zugluft
  • geschwächtes Immunsystem 
  • unausgewogene Ernährung, zum Beispiel Vitamin- oder Mineralienmangel
  • starker Stress
  • mangelnde Hygiene
  • trockene Raumluft

Behandlung

Bild: rennmaus.de

Rotlichtbehandlung

Die Behandlung darf nur durch einen Tierarzt erfolgen. Das Tier sollte nicht nur mit einem Breitbandantibiotikum behandelt werden, sondern auch mit einem entzündungshemmenden Kortisonpräparat, um die Atmung zu erleichtern. Eine Behandlung mit Antibiotikum sollte in jedem Fall und nach Absprache mit dem Tierarzt mindestens fünf Tage erfolgen, auch, wenn die Symptome längst abgeklungen sind. Das Antibiotikum greift die Darmflora an, daher sollte der Rennmaus zusätzlich ein Mittel zur Stabilisierung der Darmflora gegeben werden (zum Beispiel Bene Bac).

Der behandelten Rennmaus sollte viel Ruhe gegönnt werden. Zur therapeutischen Unterstützung kann Rotlicht (Alternative: heißer Stein) angeboten werden. Hierbei ist jedoch zu beachten, dass Rückzugsmöglichkeiten für das Tier vorhanden sein müssen, um eine eventuelle Überhitzung zu vermeiden. Um zusätzlichen Stress und damit einen schnelleren Abbau des erkrankten Tieres zu verhindern, sollte die Rennmaus in ihrer gewohnten Gruppe bleiben. Außerdem können die Partner sich gegenseitig wärmen und verhindern so untereinander ein Auskühlen. Sollte es aufgrund der Rangordnung zu Angriffen auf die kranke Rennmaus kommen, muss die Gruppe natürlich getrennt werden.

Gegebenenfalls können der Rennmaus auch Vitaminpräparate ins Wasser gemischt und leicht fressbares Futter angeboten werden, um die Nahrungsaufnahme zu erleichtern. Hierzu eignen sich zum Beispiel geschälte Hirse, Getreideflocken oder Buchweizen.

  • zu trockene Raumluft und Zugluft vermeiden
  • regelmäßige Säuberung der Unterkunft (alle sechs bis acht Wochen)
  • ausgewogene Ernährung
  • Vermeidung von Stress

Auch Menschen können Erkältungsviren auf Rennmäuse übertragen. Eine sorgfältige Desinfektion der Hände ist daher sehr ratsam, bevor zur Rennmausunterkunft und deren Zubehör Kontakt aufgenommen wird. Die Rennmäuse selbst sollten während einer Erkrankung des Halters nicht berührt werden.

Der Käfigstandort ist so zu wählen, dass die Rennmaus nicht durch zu laute Geräusche und zu starke Temperaturschwankungen gestresst wird. 

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